Unser Wahlprogramm - ausführlich
Die Langfassung:
Unsere Themen für Kirchheim-Heimstetten
Wir wollen gestalten, nicht blockieren. Deshalb ist für uns Beständigkeit und Miteinander im Gemeinderat essentiell, um unsere Vorhaben voranzubringen. Uns ist wichtig, dass das Miteinander großgeschrieben und somit für Kirchheim und seine Bürger das beste Ergebnis durch Engagement und Kontinuität erreicht wird.
Für dieses übergeordnete Ziel möchten wir Ideengeber, aber auch die überparteiliche Stimme der Vernunft sein, um die Gemeinde mit Ihren Aufgaben weiterzubringen.
Unsere Schwerpunkte für die Gemeindearbeit:
Verkehr
- Sichere Wege und Straßen durch Planung
Durchdachte Straßenplanung machen die Straßen und Wege sicher. Doch mit der Zeit ändern sich die Umstände und Anforderungen. Deshalb müssen die vorhandenen Straßenführungen überprüft und eventuell korrigiert werden. Wir möchten gewährleisten, dass z. B. alle Schulwege in Kirchheim-Heimstetten sicher sind. Deshalb fordern wir, alle Schulwege zu überprüfen, um diese sicherer zu gestalten sowie den Ausbau durchgehender Fahrradwege durch den Ort mit geeigneten (!) Bordsteinabsenkungen, die auch für Kinder gut benutzbar sind, die auf dem Bürgersteig radeln. Im öffentlichen Nahverkehr setzen wir uns für on-demand Projekte ein, um die Flexibilität zu erhöhen.
Familie
- Jugend
Es wurde die letzten Jahre viel für die Kinderbetreuung getan, aber wir dürfen unsere Jugendlichen nicht vergessen und müssen uns um deren Bedürfnisse kümmern. Die Öffnungszeiten, das Angebot und die Trägerschaft des JUZ müssen dringend überarbeitet werden, damit die Jugendlichen hier auch ein „Zuhause“ finden, wie es früher in Kirchheim war. Das Angebot und die Öffnungszeiten sind leider zu einem „Kinderzentrum“ geworden, das die Bedürfnisse nicht mehr wiederspiegelt. Der Fokus muss wieder mehr auf die Jugendlichen ausgerichtet werden. Hier kann z.B. auch an Möglichkeiten wie E-Sport-Angebote gedacht werden.
Hierzu muss die Trägerschaft überprüft werden, ob diese mittelfristig durch die Gemeinde übernommen werden kann.
Weiter möchten wir dezentrale Treffpunkte wie z.B. Grillplätze in unserer Gemeinde schaffen, die als Anlaufpunkte für alle offen sind. Ein Anliegen ist für uns die Erweiterung des Ferienprogramms für ältere Kinder und Jugendliche. Auch für diese Altersgruppe sollte in den Ferien Abwechslung z.B. durch Ausflüge geboten werden und den Eltern die Gewissheit gegeben werden, dass diese gut versorgt sind.
- Kinderbetreuung und Förderung in Krippe, Kindergarten, Hort und Mittagsbetreuung
In der Gemeinde wird auch Kinderbetreuung über die derzeitigen Öffnungszeiten hinaus benötigt. Die ab 2026 gesetzlich garantierte Ganztagsbetreuung für Grundschüler macht eine beschleunigte Jugendhilfeplanung erforderlich, ebenso den Ausbau von Inklusion und Schulbegleitung.
Deshalb möchten wir die Gemeinde dazu bewegen, eine Einrichtung als Pilotprojekt zu unterstützen, die eine feste Kinderbetreuung von 7:00h bis 18:00 sicherstellt. Eine Maßnahme der Unterstützung kann u. a. die Übernahme des Verlustausgleichs in diesem Projektzeitraum sein. Langfristig können die erweiterten Öffnungszeiten bei entsprechendem Bedarf auch auf andere Einrichtungen ausgeweitet werden. Außerdem wollen wir langfristig die Trägerschaft aller KiTas in der Hand der Gemeinde sehen, denn nur wer zahlt kann auch Vorgaben machen!
Wohnen, Arbeiten, Umwelt
- Bebauung
Wir möchten, dass die Gemeinde von innen nach außen wächst. Randlagen sollen grundsätzlich gar nicht bzw. nur nachrangig bebaut werden. Auch eine Umnutzung oder Neuerschließung geeigneter Bebauungs-Pläne von einem reinen Gewerbegebiet zu einem urbanen Gebiet muss überdacht werden. Die gesetzlichen Änderungen zur Vereinfachung von Bauvorhaben sollten konsequent genutzt werden.
- Generationen
Wir möchten das Mehrgenerationenwohnen fördern. Hier muss unbedingt jetzt die Planung gemacht und die Weichen gestellt werden. Dies betrifft nicht nur die Anpassung der Bebauung an den demographischen Wandel, sondern auch die Möglichkeit von Mehr-Generationenhäusern. Hier wohnen Jung und Alt zusammen und helfen sich gegenseitig, z.B. bei der Kinderbetreuung oder beim Einkaufen. Genossenschaftsmodelle sollen unterstützt werden. Im Bereich der Pflege setzen wir uns für die Schaffung einer übergreifenden Organisationsstruktur für ambulante, stationäre und Tagespflege auf kommunaler Ebene ein.
- Regionale Versorgung
Wir möchten den Einzelhandel vor Ort stärken und die Landwirte. Wir unterstützen daher Initiativen wie Hofläden oder Kartoffelverkauf vom Erzeuger. Dies vermeidet Emissionen durch Transportwege und Schadstoffe durch kontrollierten Anbau. Ein zentraler Verkaufshof oder digitale Angebote könnten dieses Ziel ergänzen.
Regional ist besser!
- Gewerbe
Gewerbe ist für unsere Gemeinde Arbeitsplatz und Lebensader. Die Unternehmen schaffen und sichern unsere Arbeitsplätze sowie den finanziellen Background unserer Gemeinde, um notwendige Vorhaben zu ermöglichen. Deshalb muss weiter Gewerbe herangezogen, angesiedelt und gefördert werden. Hier soll vor allem das Rückgrat unser Wirtschaft, der Mittelstand, angesprochen werden. Aber auch das Handwerk muss einen Platz in unserer Gesellschaft haben, funktioniert doch unser Alltag nur mit den Elektrikern, Malern, Metzgern, Heizungsbauern und KFZ-Mechanikern.
- Energie und Umwelt
Die Energiewende muss vor Ort aktiver gestaltet werden. Die Geothermie soll stärker genutzt werden – hierfür müssen die Kosten sinken und eine transparente Preisstruktur endlich für die Bürger offengelegt werden. Wir unterstützen den massiven Ausbau von Solarenergienutzung auf öffentlichen und privaten Gebäuden, die konsequente Begrünung an Fassaden und wo möglich auf Dächern. Wir setzen uns für die Erstellung eines regionalen Schwammstadtkonzepts ein.
- First Responder für Kirchheim – bessere Gesundheitsversorgung vor Ort!
Wir errichten einen eigenen First-Responder Dienst für unsere Gemeinde. So sichern wir eine deutlich schnellere medizinische Erstversorgung mit kürzeren Anfahrtswegen. Unsere Hilfe vor Ort wird damit unabhängig von Einsatzkräften aus Nachbarorten, die leider weitere Wege haben, seit Aicher Ambulanz aus Heimstetten weggezogen ist.
Öffentlichkeit
- Transparenz
Wir möchten mehr Transparenz und Teilhabe, indem z.B. die Sitzungen des Gemeinderates per Livestream übertragen werden bzw. als Video für späteren Abruf zu speichern. Interessierten Bürger*innen lediglich die Recherche im „RIS“ anzubieten ist bürger- und benutzerunfreundlich! Es soll ein Ticketsystem für Bürgeranfragen eingeführt werden. Hier werden die Anfragen und Probleme registriert, analysiert und nach weiterer Bearbeitung auch Rückmeldung an den Einreicher gegeben werden.
Deshalb fordern wir sofort und mindestens zeitnah das alte Verfahren zur KiMi:
- Gebt uns unsere KiMi zurück!
Niemand im Ort, mit dem man sich unterhält, weiß noch, wann und wo Termine stattfinden, die Kirchheimer mitteilugen erscheinen (oder auch nicht) und kaum jemand macht einen download. Deshalb fordern wir umgehend, das alte, 14tägige Verfahren wieder herzustellen, solange bis eine vernünftige App-Lösung für alle verfügbar ist!
- Bürgerfreundliche Öffnungszeiten
Wir setzen uns für bürgerfreundlichere Öffnungszeiten des Rathauses und der Verwaltung ein. Dies muss sowohl durch persönliche Ansprechpartner, eine einfache Terminvergabe online und durch bessere Digitalisierung umgesetzt werden.
- Interkommunale Zusammenarbeit – Ausbau innovativer Planungstools
Interkommunale Zusammenarbeit soll ausgebaut werden, um Ressourcen zu bündeln und Systeme zu vereinheitlichen, dies betrifft insbesondere die Bereiche Verkehr, Infrastruktur, Umwelt und Gewerbe. Wir setzen uns nachdrücklich für die Weiterentwicklung des „ digitalen Zwillings Kirchheim „ ein. (https://www.smartheim.info/ ) , ein unschätzbares Instrument für Bauplanung, Umwelt, Öffentlichkeitsarbeit und langfristiger Ortsplanung.
- Feuerwerk
Wir sind nach wie vor dafür, an Silvester ein zentrales Feuerwerk oder eine Laser-Show mit „Feiermeile“ für Kirchheim-Heimstetten zu veranstalten anstelle vieler, kleiner Feuerwerke überall im Ort. Dies ist nicht nur für die Umwelt und die Haustiere wie Hund und Katze sinnvoll, sondern auch für das Miteinander der Bürger, da man sich dort treffen und gemeinsam feiern kann.
- Haushalt für die Zukunft
Auch als Kommune im wohlhabendsten Landkreis Deutschlands müssen wir verantwortungsvoll mit unseren Finanzen umgehen. Bei Pflichtaufgaben wollen wir eine Übererfüllung vermeiden, und bei freiwilligen Leistungen steht der konkrete Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. So sichern wir einen nachhaltigen Haushalt und die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Wir befürworten einen bedarfsorientierten Haushalt, der die notwendigen Ausgaben klar priorisiert und für größtmögliche Transparenz bei Finanzen, Beteiligungen und Kontakten sorgt.